Stiftungsrat Biografien

Biografien Stiftungsrat

Urs F. Kaufmann

Stiftungsratspräsident

Ausbildung als Bankkaufmann

bis 2003
27 Jahre bei der UBS AG, zuletzt im Rang eines Managing Director in der Funktion als Leiter Private Banking Schweiz Basel

2004 – 2007
Mitglied der Geschäftsleitung und CEO der Swissfirst Bank AG

2007 – 2010
Mitglied der Geschäftsleitung und CEO Adler & Co. Privatbank AG

seit 2011
Mitinhaber und Verwaltungsratspräsident der Kaufmann, Wunderlin & Partner AG

Albert Roman

Künstlerischer Leiter
Cellist und Dirigent

Albert Roman, in einer musikfreudigen Familie in St. Moritz aufgewachsen, ist schon früh vom Cello fasziniert, das für sein Leben bestimmend werden soll. Seine Lehrer waren Paul Szabo, André Navarra, Pierre Fournier und Mstislav Rostropovitch. Erste Preise an zwei internationalen Musikwettbewerben sind der Anfang einer regen Konzert- und Unterrichtstätigkeit in Europa, Asien und den USA. Sein Repertoire als Solist umfasst über 100 Werke vom Barock bis zur Moderne. So hat er zahlreiche, zum Teil ihm gewidmete Werke, uraufgeführt. Albert Roman setzt sich mit Einführungskonzerten für die zeitgenössische Musik ein und hat unter der Leitung von Pierre Boulez konzertiert. Von Albert Romans Einspielungen seien speziell das 2. Cellokonzert von Rudolf Moser mit dem English Chamber Orchestra, die Aufnahmen im Duo mit dem italienischen Pianisten Bruno Canino „Miniaturen“ und die sechs Suiten für Cello solo von J.S. Bach erwähnt.

Schöpferischer Austausch in der Musikerziehung ist Albert Roman ein besonderes Anliegen. Deshalb unterrichtet er regelmässig Studenten, leitet Workshops und gibt jeden Sommer in der Chesa da Cultura einen Cello-Ensemble Kurs. Albert Roman ist künstlerischer Leiter der Chesa da Cultura und Dirigent des Swiss China Cello Orchestra. Für seine Verdienste in der Förderung des chinesischen Nachwuchses wurde er mit dem Kulturpreis „Friendship Award 1999“ der Volksrepublik China geehrt. Albert Roman lebt in Basel und St. Moritz. www.albertroman.ch

Johanna Salomon

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Stiftungsratsmitglied

Johanna Salomon, geb. 1967, wohnhaft in Winterthur, spielte während ihrer Schulzeit 8 Jahre lang Cello und war Mitglied in verschiedenen Orchestern.

Als Mutter von drei Kindern widmete sie sich deren Erziehung. Bald kamen neben ihren eigenen Kindern Pflegekinder hinzu. Dank Ihrem Geschick im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und in Anbetracht des steigenden Bedarfes an sozialpädagogischen Einrichtungen für heranwachsende Menschen in der Schweiz, gründete Johanna Salomon 2005, zusammen mit einer zweiten Pflegefamilie, den Verein JWG-Eulach. Die JWG-Eulach bietet Jugendlichen in schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen in Winterthur Wohnraum mit geregelten Tagesstrukturen im eigenen „Eulach“-Heim, sowie Betreuung von den zum Teil selbständig wohnenden Jugendlichen in Wohnungen ausserhalb des Heims. Durch diese persönliche Betreuung werden die Jugendlichen in ihrer sozialen Kompetenz gefördert und auf ihrem Berufsausbildungsweg begleitet. Die JWG-Eulach, mit Frau Johanna Salomon als Leiterin und Gründungsmitglied, feierte 2015 ihr zehnjähriges Bestehen.

Als neues Stiftungsratsmitglied freut sich Johanna Salomon auf ihre Aufgaben im Sinne des Stiftungszweckes, welcher die Förderung und Unterstützung des musikalischen Nachwuchses zum Ziel hat.

Michael Lüdi, Dr. iur.

Stiftungsratsmitglied

bis 2007
Primar- und Mittelschule im Engadin

2007 – 2012
Studium der Rechtswissenschaften, Zürich

2012 – 2015
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Zürich

2016
Doktorat der Rechtswissenschaften

seit 2017
Rechtsanwalt bei Staiger Rechtsanwälte, Zürich

Pierre Boulez

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Ehrenpräsident in memoriam
Komponist und Dirigent

Pierre Boulez, geboren 1925 in Montbrison (Département Loire), begann zunächst ein Mathematikstudium, bevor er als 17-Jähriger den Entschluss fasste, sich ausschliesslich der Musik zu widmen. Nach Studien bei Olivier Messiaen und René Leibowitz, der ihn mit Schönbergs Reihentechnik vertraut machten, trat Boulez mit Douze Notations (1945) und den beiden Klaviersonaten (1946/48) erstmals als Komponist in Erscheinung. Seinen weltweiten Ruf festigte vor allem die Uraufführung der Kammerkantate Le Marteau sans Maitre (1955) in Baden-Baden. In den Jahren danach nahm Boulez’ Karriere als Dirigent immer grösseren Raum ein. Höhepunkte waren die Leitung des Parsifal (1966–70) und des Rings (1976–80) in Bayreuth sowie seine Engagements als Musikalischer Leiter des BBC Symphony Orchestra (1960–72) und des New York Philharmonic Orchestra (1971–75).

Anschliessend war er von 1976 bis 1991 als Leiter des von ihm gegründeten IRCAM, dem Forschungsinstitut für zeitgenössische Musik am Centre Pompidou, und des Ensemble Intercontemporain in Paris tätig; im Rahmen dieser Arbeit und auf Grundlage der erweiterten Technologien bildete er einen neuen kompositorischen Stil heraus, wie er sich in Répons oder Dialogue de l’Ombre double manifestiert.

Seit Anfang der neunziger Jahre hat sich Pierre Boulez wieder verstärkt dem Dirigieren zugewandt, u. a. am Pult des Chicago Symphony Orchestra, der Berliner und der Wiener Philharmoniker sowie der Staatskapelle Berlin. Bei den Bayreuther Festspielen leitete er in den Sommern 2004 und 2005 abermals den Parsifal, bei den Wiener Festwochen dirigierte er 2007 Janáceks Aus einem Totenhaus. Von 2003 bis 2014 leitete er die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Pierre Boulez ist Träger des Siemens-Musikpreises, des Praemium Imperiale, des Theodor-W.-Adorno-Preises und des Polar Music Prize.

Pierre Boulez war von 1999 bis zu seinem Tod im Jahr 2016 Ehrenpräsident der Stiftung Pro Musica e Cultura.