
Wir können auf Veranstaltungen mit namhaften Künstlern wie Rudolf Kelterborn, Sofia Gubaidulina oder dem Swiss China Cello Orchestra sowie dem Konzert zu Ehren von Marguerite Staehelin mit unserem Ehrenpräsidenten Pierre Boulez zurückblicken.
Klavierkurs mit Michael Schneidt

Interpretationskurs für Pianisten in der Chesa da Cultura vom 7. - 12. August 2011.
Michael Schneidt, der an der Hochschule für Musik und Theater in München lehrt, erarbeitet mit jungen Pianistinnen und Pianisten aus Japan Klavierwerke aus verschiedenen Epochen. Abschlusskonzert am 12. August 2011, 20.30 Uhr
Chesa da Cultura St. Moritz
vom 7. - 12. August 2011
CD-Aufnahmen Jean-Paul Brodbeck Jazz-Group
vom 16. – 23. August 2010
Die fünf Musiker mit ihrem Gründer Jean-Paul Brodbeck haben im Musiksaal der Chesa da Cutura ihre neue CD eingespielt. Sie waren von der Ambiente und den Aufnahmebedingungen der Chesa da Cultura am St. Moritzersee und seinem Tonstudio sehr angetan. Tonmeister war Herr Heyne aus Australien.
Cello x Cello x Cello Kurs mit Albert Roman
vom 24. – 31. Juli 2010
10 Cellistinnen und Cellisten aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und China sind nach St. Moritz gepilgert, um die reiche Cello Literatur kennen zu lernen und eine Auswahl der Werke unter Leitung von Albert Roman zur Aufführung zu bringen. Drei Generationen waren vertreten: eine 13-jährige Französin und eine 66-jährige Schweizerin. Am Abschlusskonzert waren Werke von Albéniz, Bach, Bruckner, Glinka, Goltermann, Händel, Huré, Purcell, Villa-Lobos und Improvisationen der Teilnehmenden zu hören.
Alphornkurs mit Martin Roos
vom 3. – 10. Juli 2010
17 Teilnehmende aus der Schweiz, Deutschland und Skandinavien haben mit dem Alphorn-Spezialisten Martin Roos zusammen gearbeitet. Die Proben fanden im Musiksaal der Chesa da Cultura statt, oft aber auch im Freien überall in der Umgebung. Die sehnsüchtig romantischen Klänge des Alphorns, welche in den Berge ihr Echo wiedergaben, verwandelten die Natur. Das Abschlusskonzert unter Leitung von Martin Roos fand dann auch im Garten der Chesa da Cultura am St. Moritzersee statt und zog eine große Hörerschaft an.
Konzert mit Hopkinson Smith, Laute

Chesa da Cultura am 22. September 2009
Der weltbekannte Lautenist Hopkinson Smith hat mit seinem Programm unter dem Titel Celestial Musings and Diabolical Delights Werke von J.S. Bach, V. Gaultier, Gaspar Sanz und S. L. Weiss zu Gehör gebracht. Die Zuhörer im voll besetzten Musiksaal waren hell begeistert.
Meisterkurse mit Oscar Ghiglia (Gitarre) und Hopkinson Smith (Laute)
vom 22. – 29. September 2009
Zum ersten Mal gaben die zwei Weltklasse-Künstler, der renommierte italienische Gitarrist und Pädagoge Oscar Ghiglia und der Fachexperte für Renaissance Laute, Hopkinson Smith gemeinsam einen Meisterkurs. Dadurch hatten die aktiven und passiven Teilnehmende Gelegenheit, die Verwandtschaft und Entwicklung der beiden wichtigsten Zupfinstrumente kennen zu lernen. Als junger Gitarrist wurde Oscar Ghiglia schon vor mehr als 30 Jahren vom Altmeister des Gitarrenspiels, Andres Segovia persönlich als dessen Nachfolger an die berühmte Accademia Musicale Chigiana nach Siena berufen.
Zehn Musikerinnen und Musiker aus Europa, Südamerika und den USA sind nach St. Moritz gekommen, um während einer Woche mit den Meistern ihres Fachs zu lernen und zusammenzuarbeiten. Im Abschlusskonzert wurden 11 verschiedene Werke aus 4 Jahrhunderten vorgestellt. Das hohe Niveau der Meisterschüler wurde allenthalben gelobt und die vielen „musikalischen Perlen“ mit begeistertem Applaus gedankt.
CD-Aufnahmen Tritton Cello Ensemble
vom 20. - 26.11.2008
Die vier Cellisten des Cello-Quartetts Tritton Cello Ensemble, Josep Bassal (Spanien). Bongshin Ko (USA). Wolfgang Lehner (Deutschland). Albert Roman (Schweiz) haben eine CD eingespielt mit Originalwerken aus drei Jahrhunderten von Corrette, Fitzenhagen, Grützmacher, Goltermann, Labocetta, Matz, Morera, Paque Pahissa, Huguet y Taguell und Wagenseil. Drei Meisterinstrumente von Antonio Stradivari und ein italienisches Cello von Gagliano sind auf der neuen CD zu hören.
Komponisten-Seminar Rudolf Kelterborn
22. - 29. September 2007
Der in Basel geborene und wohnhafte Rudolf Kelterborn zählt zu den prominentesten, auch international anerkannten Schweizer Komponisten der Gegenwart. Sein kompositorisches Oeuvre umfasst über 100 Werke in allen Gattungen. In seiner Musik spielen verschiedene Techniken eine Rolle. Als Professor für Theorie und Komposition an den Musikhochschulen von Basel, Detmold, Karlsruhe und Zürich hat Kelterborn einen großen Schülerkreis betreut, von denen sich einige als Komponisten bereits profiliert haben. In seinen Werkanalysen und Publikationen, die ein ganzheitliches Hören fordern, hat er neue Maßstäbe im Hören von und im Umgang mit Musik gesetzt. Als Direktor der Musikakademie Basel, als Abteilungsleiter für Musik im Radio DRS und als Chefredaktor der Schweizerischen Musikzeitung hat Rudolf Kelterborn das europäische Musikleben nachhaltig geprägt. http://www.kelterborn.ch
Im Rahmen der Seminarwoche in der Chesa da Cultura stand der Komponist 14 jungen Nachwuchskünstlern zur Seite, die fünf Werke des Komponisten unter dessen Leitung einstudierten. Dank der Anwesenheit von Rudolf Kelterborn in der Chesa da Cultura entwickelte sich ein intensiver Gedankenaustausch zwischen ihm und den jungen MusikerInnen. Der Dirigent und Komponist David Philip Hefti aus Zürich stand Herrn Kelterborn assistierend zur Seite und dirigierte auch das Abschlusskonzert im Laudinella Musiksaal von St. Moritz. Rudolf Kelterborn moderierte am Konzert seine Werke.
SWISS CHINA CELLO ORCHESTRA (SCCO)
15. Juli - 14. August 2006
Aus zwei erfolgreichen Konzerttourneen des First China Cello Orchestra im Sommer 1999 und 2001 ist das Swiss China Cello Orchestra entstanden, das sich aus zwanzig jungen Cellistinnen und Cellisten chinesischer, Schweizer und anderer europäischer Musikhochschulen zusammensetzte.
Unter der Leitung seines Dirigenten und Gründers Albert Roman erarbeitete das SCCO in der Chesa da Cultura ein anspruchsvolles Programm, das in zehn Konzerten in der Schweiz, in Italien und in China präsentiert und im Tonstudio der Chesa da Cultura auf CD aufgenommen wurde. Im Sinne eines interkulturellen Brückenschlages zwischen der europäischen und asiatischen Kultur gelang, neben den übrigen Werken für Cello-Orchester, je ein Werk eines Schweizer (Alfred Knüsel) und eines chinesischen Komponisten (Tan Dun) zur Uraufführung. Folgende Werke sind auf CD zu hören: Nikolay A. Rimsky-Korsakow: Scheherazade op. 35. Alfred Knüsel: Three Analogies. G. Fauré: Elégie op. 24. G. Bizet: Carmen. Tan Dun: Secret Land. Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung.
Komponisten-Seminar mit Klaus Huber
20. - 28. September 2005
Klaus Huber, geboren 1924 in Bern, erhielt Kompositionsunterricht bei Willy Burkhard (Zürich) und bei Boris Blacher (Berlin). 1959 gelang ihm beim Weltmusikfest der IGNM in Rom der internationale Durchbruch mit der Kammerkantate «Des Engels Anredung an die Seele». Von 1964 bis 1973 leitete er die Kompositionsklasse an der Musikakademie Basel. 1969 begründete Klaus Huber das Internationale Komponistenseminar in Boswil, erhielt ein Jahr später den Beethovenpreis der Stadt Bonn für «Tenebrae» und wirkte von 1973 bis 1990 als Leiter des Instituts für Neue Musik und der Kompositionsklasse an der Musikhochschule in Freiburg i. Breisgau. Die Stadt Basel verlieh ihm 1978 den begehrten Basler Kunstpreis. Von 1979 bis 1982 prägte Huber als Präsident die Arbeit des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Neben seiner weltweiten Tätigkeit als Gastprofessor und der Weiterentwicklung seiner kompositorischen Tätigkeit ist Klaus Huber Mitglied der Bayrischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste Mannheim, Ehrenmitglied der IGNM (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) und Ehrendoktor der Universität Strasbourg. 2008 erhielt Klaus Huber und den Siemens Kunstpreis.
Klaus Huber führte im Rahmen der äußerst produktiven Arbeitswoche, die die Chesa da Cultura am St. Moritzersee zur musikalischen Werkstatt zeitgenössischer Musik verwandelte, zwölf hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker aus allen Teilen der Welt in sein Oeuvre ein. Ihm zur Seite stand ein Dozenten-Team aus vier erfahrenen Interpreten seiner Musik: Susanne Huber (Flöte), Katharina Rikus (Gesang), Walter Grimmer (Cello) und Jean-Jacques Balet (Klavier). Mit und um Klaus Huber entstand eine Atmosphäre intensiver musikalischer und menschlicher Kommunikation: war es sein Humor, seine junggebliebene Seele, die umfassende Erfahrung eines 80-jährigen oder vielleicht die ewige Suche des Eigenen im Fremden? Die erarbeiteten Werke wurden in Anwesenheit des Komponisten in einem Abschlusskonzert dem Engadiner Publikum vorgestellt.
Seminar WASSER-KLANG-BILDER mit Alexander Lauterwasser
Chesa da Cultura am 20. August 2005
"Die Welt ist durchdrungen von Tönen und Schwingungen. Unser eigener Körper pulsiert und vibriert.. ".In einem ganztägigen Seminar entwickelte Alexander Lauterwasser seine speziell entwickelte Methode, um Töne im Wasser sichtbar zu machen: die WASSER-KLANG-BILDER. Gefässe verschiedener Formen wurden mit Wasser gefüllt und durch Musik zum Schwingen gebracht. Eindrucksvoll wurde gezeigt, wie lebendig das sensible Wasser mit Wellenstrukturen auf den Fluss der Töne antwortet und eine Fülle von Formen und Bildern hervorzaubert. Die Lichtreflexionen des Wassers wurden auf eine Leinwand übertragen und als audio-visuelles Ganzes sichtbar gemacht. Das Seminar, welches im Musiksaal der Chesa da Cultura durchgeführt wurde, stiess auf grosses Interesse.
Ausstellung des Kunstmalers Jürgen Möbius
In der Chesa da Cultura vom 6. Februar bis 6. März 2005
Die Vernissage fand am 5. 02.2005 in Anwesenheit des Künstlers statt. Jürgen Möbius gehört zu den Künstlern, die den Möglichkeiten in ihrem Kontext treu bleiben. Der Intoleranz gegenüber der Bildmalerei, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten als Abbildung einer konjunkturellen Sinnestäuschung entwickelt hat, hielt er stand – sein Werk überzeugt ohne modische Anbiederung. Möbius erschließt die Ruhe seines Schaffens im klaren und sensiblen Gebrauch von Material und Form. In einem spiralartigen Kreislauf greift er Ideen und Motive immer wieder auf, um sie auf einer höheren Stufe als Bild Form wieder neu aufleben zu lassen. Die Werke der Ausstellung „Beruhigte Zone / Einblicke“„ veranschaulichen deutlich den Schaffensprozess des Künstlers, der immer wieder das gleiche Bildmotiv hinterfragt, in neue Zusammenhänge eingebaut oder auch nur als Zeichen mit minimalen Änderungen neu zur Diskussion gestellt. Jürgen Möbius versteht auch heute noch Kunstwerke als Ausdruck eines status quo in einer künstlerischen Entwicklung: ein permanentes Hinterfragen von Lösungen.
Jürgen Möbius hielt sich während der ganzen Ausstellungszeit in der Chesa da Cultura auf und konnte so die Besucher persönlich in sein Oeuvre einführen.
Projekttage für Landschaftsarchitektur mit Johannes Matthiessen
vom 1. – 7. Juli 2002
Der Landschaftsarchitekt, Kunstmaler und Kunsterzieher Johannes Matthiessen hat mit 15 Teilnehmenden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Kroatien, den USA und Australien auf dem Gelände der Chesa da Cultura einen Steingarten nach japanischem Vorbild gestaltet. Es wurden zwei runde Granitkies-Plätze geschaffen, die durch einen feinen Kies-Weg miteinander verbunden sind. Die großen Granitrohlinge, die auf den beiden Plätzen verteilt wurden, dienen als Sitzplätze. Sie wurden an verschiedenen Stellen der Umgebung ausgesucht und mit einem Hubschrauber auf den dafür bestimmten Platz transportiert. Die Steinsitzplätze erwärmen sich von selbst durch die sie bescheinende Sonne. Der eine Platz hat eine konkave, der andere eine konvexe Oberfläche, das asiatische „Ying & Yang“ ausdrückend. Eine Auswahl von neu gepflanzten Lärchen und Arven runden das Bild dieses wie aus der Natur herausgewachsenen Gartens der Chesa da Cultura am St. Moritzersee ab.
Konzert zu Ehren von Marguerite Staehelin
Theater Basel am 29. April 2002, Leitung: Pierre Boulez
Kooperationsprojekt zwischen der Stiftung Pro Musica e Cultura und dem Theater Basel
Es wurden Werke von Pierre Boulez, Elliott Carter, Arthur Honegger, Rudolf Kelterborn und Jaques Wildberger zur Aufführung gebracht.
Marguerite Staehelin (1906-2000), in Basel geboren, stammt aus einer etablierten, gutbürgerlichen Basler Familie. Die Staehelin’s sind seit 1520 Bürger von Basel. In ihrer Heimatstadt verbrachte sie eine glückliche Jugend. Schon früh zeigte sich ihr selbständiges und unabhängiges Wesen. Anstatt wie die meisten Töchter aus gutem Hause eine Haushaltslehre im Welschland zu besuchen, trat sie bereits in jungen Jahren in Genf in das von Jaques Dalcroze begründete Rhythmik-Institut ein, in der über Musik und Tanz eine neue Körpersprache entwickelt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg zog Marguerite Staehelin nach New York und gründete dort die «Swiss Music Library», eine Bibliothek mit zeitgenössischen Werken von Schweizer Komponisten: «…ich wollte den Amerikanern zeigen, dass die Schweiz nicht nur Schokolade und Uhren produziert, sondern auch ein reiches Musikleben aufzuweisen hat...». Sie veranstaltete Konzerte mit Werken von Schweizer Komponisten, unterstützte junge Interpreten und setzte sich beharrlich für die Bekanntmachung des schweizerischen Musikschaffens in den Vereinigten Staaten ein. Zu Ihren Freunden zählten Musiker wie Arthur Honegger, Heinz Holliger, Klaus Huber, Rudolf Kelterborn, Robert Suter, Jacques Wildberger, Elliott Carter und Pierre Boulez, um nur einige zu nennen. Auch der große Jazzer Lionel Hampton zählte zu ihren Freunden. Die Sommermonate verbrachte Marguerite Staehelin in der Schweiz. Von ihrem Sommersitz in Vitznau besucht sie die Musikfestwochen Luzern und in Basel die zeitgenössische Musikszene. Seit ihrer Studienzeit verband sie eine enge Freundschaft mit Paul Sacher.
Marguerite Staehelin war ein moderner Mensch, ein Kind des 20. Jahrhunderts. Sie hat die vielen epochemachenden Änderungen der Neuzeit miterlebt und die musikalische Entwicklung zukunftsbewusst mitgetragen. In einer Zeit, wo die Konzertbesucher vor dem zeitgenössischen Stück noch den Saal verließen, hat Marguerite Staehelin das Gegenbeispiel statuiert, indem sie in ihrem auffallenden pink farbigen Mantel erst den Saal betrat, als die zeitgenössischen Werke aufgeführt wurden. Bis ins hohe Alter konnte sich Marguerite Staehelin immer wieder für neue Projekte begeistern. So hat sie gegen alle Widerstände die Stiftung Pro Musica e Cultura mitbegründet und die Verwirklichung des von Albert Roman errichteten Künstlerhauses am St. Moritzersee, der Chesa da Cultura, tatkräftig unterstützt.
Kammermusik-Symposium mit Sofia Gubaidulina
19. - 30. September 2001
Im Jubiläumsjahr - Sofia Gubaidulina wurde am 24. Oktober 2001 siebzig Jahre alt – gelang es Albert Roman, dem künstlerischen Leiter Stiftung Pro Musica e Cultura, die international gefeierte Komponistin nach St. Moritz einzuladen. Während des Symposiums führte Sofia Gubaidulina 12 junge Musikerinnen und Musiker in ihr Werk ein. Durch die intensive Vermittlung in die Musiksprache und ihre Sinn- und Gedankenwelt gelang es Sofia Gubaidulina die jungen Künstler zu begeistern und zu Höchstleistungen zur beflügeln. Am Abend fand man Zeit und Ruhe, sich mit tiefergehenden Themen auseinanderzusetzen und die Komponistin auch persönlich näher kennen zu lernen. Sofia Gubaidulina hat die Proben geleitet und sich um alle Kammermusikgruppen gekümmert.
Die jungen Künstlerinnen und Künstler kamen aus ganz Europa. In St. Moritz wurden zwölf Tage lang acht Werke von Sofia Gubaidulina erarbeitet und in einem Abschlusskonzert zur Aufführung gebracht. Zwei Interpreten ihrer Musik, Professor Vladimir Tonkha (Cello) und Frau Elsbeth Moser (Akkordeon) standen Frau Gubaidulina assistierend zur Seite. Beide Künstler pflegen eine langjährige künstlerische Freundschaft zu Sofia Gubaidulina und sind auch Widmungsträger und Uraufführungs-Interpreten mehrerer ihrer Werke.
Sofia Gubaidulina zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Komponisten. Ihr fast spirituell anmutender Stil spricht Liebhaber alter Musik ebenso an wie Kenner der zeitgenössischen Musik. Immer ist der Bezug zu Gegenwartsfragen ein Thema. Sie sagt: „Es gibt Komponisten, die ihre Werke sehr bewusst bauen, ich zähle mich dagegen zu denen, die ihre Werke eher „züchten“. Und darum ist die gesamte von mir entstehende Welt mit einem Baum vergleichbar, der mit den Wurzeln, dem Stamm und seinen Zweigen und Blättern eine Einheit bildet.“
FIRST CHINA CELLO ORCHESTRA 2001 (FCCO)

vom 19. Juli - 18. August 2001
Nach dem grossen Erfolg der Konzerttournee 1999 kam das First China Cello Orchestra unter Leitung von Albert Roman erneut in der Chesa da Cultura zusammen, um sich für seine zweite Tournee mit Konzerten in der Schweiz und in China vorzubereiten. Zum Abschluss der zweiwöchigen Probephase haben die 20 Cellistinnen und Cellisten im Alter zwischen 13 und 21 Jahren ihre zweite CD im Musiksaal der Chesa da Cultura aufgenommen. Anschliessend spielte das FCCO mit Albert Roman in Sils (Engadin), Scuol/Schuls, Luzern, Basel und in den Hauptstädten der Volksrepublik China. Das Publikum spendete den jungen Künstlerinnen und Künstlern überall begeisterten Applaus. Die meisten Stücke wurden von Albert Roman für das FCCO arrangiert, da sich das Violoncello dank seines Tonumfanges und seiner Klangfarben gut für Bearbeitungen auch von grösseren Chor- und Orchesterwerken eignet.
FIRST CHINA CELLO ORCHESTRA 1999 (FCCO)
vom 23.7. – 8.8.1999
Während seinen alljährlichen Kursen an den großen Musikhochschulen Chinas werden Teilnehmenden zum Abschluss von Albert Roman zu freiwilligem gemeinsamen Musizieren eingeladen. Die Fülle des nur aus Celli bestehenden Klangkörpers begeistert jeweils die jungen Cellistinnen und Cellisten. Dieses ad-hoc-Musizieren gab den Anstoß zur Idee, mit den begabtesten Musikstudenten Chinas ein Cello-Orchester zu gründen: das FIRST CHINA CELLO ORCHESTRA.
In Zusammenarbeit mit den Cellolehrern der jeweiligen Musikhochschulen wurden 20 Teilnehmende nach einem Vorspiel ausgewählt. Das FIRST CHINA CELLO ORCHESTRA stellte ein kulturelles Novum dar. In der Chesa da Cultura wurde geprobt, eine CD eingespielt und anschließend eine Konzerttournee durch die Schweiz und die Volksrepublik China unternommen. Die Nachwuchstalente aus China lernten die Schweiz und ihre Kultur kennen und zugleich ihre Landsleute aus weit entfernten Provinzen Chinas, mit deren Sprache und Gebräuche sie oft zum ersten Mal in Berührung kamen. Somit wurde durch diesen kulturellen Brückenschlag auch ein besseres Verstehen untereinander möglich. Die Konzerte fanden in Scuol /Schuls, St. Moritz, Interlaken, Luzern, Basel und in den chinesischen Städten Hangzhou Shanghai, Tianjin und Beijing(Peking) statt. Auf dem Programm standen Werke von I. Alberti, J.S. Bach, L. Bernstein, A. Bruckner, D. Funck, G. E. Goltemann, J. Klengel, A. Krein, S. Rachmaninow und F. Schubert.














