Seminar für Komponisten und Instrumentalisten mit Michael Jarrell

Seminar für Komponisten und Instrumentalisten mit Michael Jarrell

Michael Jarrell

Der neue Termin für 2021 wird bekannt gegeben.

Die Anmeldung ist noch unverbindlich.

Zielgruppe: KomponistInnen, MusikinterpretInnen, ZuhörerInnen

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Kursort: Chesa da Cultura, Via Dimlej 44, CH-7500 St. Moritz

Seminar für Komponisten und Instrumentalisten mit Michael Jarrell
Das umfassende musikalische Spektrum in der Musik von Michael Jarrell und seine grosse pädagogische Erfahrung stehen im Mittelpunkt dieses Seminars. Es richtet sich an Komponisten, die ihre Werke (in Form von Gruppen- und Einzelunterricht) vorstellen wollen und an Interpreten (einzeln, oder Ensembles), welche die Musik von Michael Jarrell kennenlernen und in die Welt der Neuen Musik eingeführt werden möchten. Es besteht die Möglichkeit, als Zuhörer am Seminar teilzunehmen. Die erarbeiteten Werke werden am (Neue Daten für 2021 folgen) am Abschlusskonzert zur Aufführung gebracht. Als «Composer-in-Residence» wird Michael Jarrell in der Chesa da Cultura durchgehend anwesend sein. Das Seminar wird am (Neue Daten für 2021 folgen) mit einem gemeinsamen Essen eröffnet.

Mit der Pianistin Mathilde Hoursiangou vom Phase Ensemble Wien und mit der Cellistin Martina Schucan sowie mit dem Klarinettisten Ernesto Molinari vom Collegium Novum Zürich stehen Michael Jarrell drei hervorragende InterpretInnen seiner Musik zur Seite, die im Abschlusskonzert eine Auswahl seiner Werke zur Aufführung bringen und während des Meisterkurses interessierte Teilnehmende unterrichten.

Michael Jarrell wurde 1958 in Genf geboren. Er studierte am Genfer Konservatorium bei Éric Gaudibert sowie in mehreren Meisterkursen in den USA (Tanglewood, 1979). Seine Ausbildung vervollständigte Michael Jarrell bei Klaus Huber an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Zwischen 1986 und 1988 war Michael Jarrell Stipendiat an der Cité des Arts in Paris und Teilnehmer des Informatik-Kurses am Ircam. 1988/89 war er Stipendiat der Villa Medici in Rom und bis 1990 Mitglied des Istituto Svizzero di Roma. Seit 1993 ist Michael Jarrell Professor für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 2004 lehrt er ebenfalls Komposition am Genfer Konservatorium.
Michael Jarrell ist berühmt für seinen unverwechselbaren zeitgenössischen Stil. Seit 1982 erhielten seine Werke zahlreiche Auszeichnungen: Prix Acanthes (1983), Beethovenpreis der Stadt Bonn (1986), Marescotti (1986), Gaudeamus und Henriette Renié (1988) und der Siemens-Förderungspreis (1990). Als «Composer-in-Residence» wurde er vom dortigen Orchester von Oktober 1991 bis 1993 nach Lyon und später zum Lucerne Festival (1996) eingeladen. 2000 ehrte ihn das Festival Musica Nova Helsinki. 2001 erhielt er von den Salzburger Festspielen den Auftrag für ein Klavierkonzert mit dem Titel Abschied. Im selben Jahr wurde Michael Jarrell Chevalier des Arts et des Lettres. Un temps de silence wurde 2007 in Genf von Emmanuel Pahud und dem Orchester de la Suisse Romande unter der Leitung von Heinz Holliger uraufgeführt. 2010 wurde er mit dem Musikpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. 2016 komponierte Michael Jarrell Aquateinte für Oboe und Orchester, das mit François Leleux in Frankfurt am Main, in Salt Lake City, Monte Carlo und Bern zur Erstaufführung gelangte. Gleich verhält es sich mit Des nuages et des brouillards für Violine und Orchester; ihre Premiere fand mit Ilya Gringolts in Lausanne und Hongkong und Emergences-Résurgences (Viola und Orchester) für Tabea Zimmermann in Wien, Strassburg, Genf und Berlin statt. 2017 wurde von der Berliner Philharmonie sein Konzert für Flöte …Un temps de silence… aufgeführt, das eigens für Emmanuel Pahud und für das Scharoun Ensemble Berlin komponiert wurde. Die neue Oper, Bérénice, adaptiert von Jean Racine (ein Auftragswerk der Opéra National de Paris) wurde 2018 in Zusammenarbeit mit Barbara Hannigan (Bérénice) und Bo Skovhus (Titus) in Paris kreiert. Seine Kammeroper Cassandre, 1994 in Paris uraufgeführt, wird international gespielt und ist in sieben Sprachen übersetzt worden.